Vinyasa Yoga

Katrin Roschangar hat in den letzten Jahren durch eine regelmäßige Unterrichtspraxis ihren eigenen Vinyasa-Stil entwickelt. Die Stunden bestehen aus gut durchdachten und aufgebauten Sequenzen, die durch fließende Übergänge geprägt sind. Das Praxis-Wissen aus vielen verschiedenen Körpertechniken und -methoden, mit denen Katrin als Tänzerin in Kontakt gekommen ist, fundierte anatomische Kenntnisse und ihre Meditationserfahrung sind wichtige Bestandteile der Klasse.

In ihrer Vinyasa Yoga Klasse werden Sonnengrüße fließend mit den - manchmal auch herausfordernden - Asanas (Positionen) verbunden. Die Asanas basieren größtenteils auf der Ashtanga-Methode, aber auch Einflüsse aus anderen Stilen prägen den Unterricht. Die Einheiten haben wechselnde Schwerpunkte wie Vor- oder Rückwärtsbeugen, Rotationen der Wirbelsäule, Öffnungen im Schulter- und Hüftgelenk, Lateralstabilisierung usw. Dadurch entsteht ein abwechslungsreicher Unterricht, der den Praktizierenden viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bietet. Als schöne Herausforderungen geben Armbalancen direktes Feedback über unsere körperinternen Verbindungen. Umkehrstellungen wie der Kopfstand (sirsasana) oder Schulterstand (salamba sarvangasana) gehören vor dem entspannenden Abschluss ebenfalls zum Repertoire. Insgesamt gewinnt der Praktizierende an Kraft und Flexibilität, was sich ebenfalls im Alltag positiv auswirkt.


Yoga ist für Katrin Meditation in Bewegung, bei der man seinem Körper Achtsamkeit und Wohlwollen entgegen bringt. Der Ausgangspunkt ist Ujjayi-Pranayama, eine spezielle Form der Atmung, die im Yoga zum Einsatz kommt. Durch die Verengung der Stimmritze wird der Atem verlängert, so dass der Atem und die Bewegung eine Einheit bilden und synchronisiert miteinander ausgeführt werden können. Die Atmung bringt den Praktizierenden in den gegenwärtigen Moment und beruhigt rastlose Gedanken. Man erfährt dadurch innere Ruhe und Ausgeglichenheit, was einen starken regenerativen Effekt hat.


Durch Katrin Roschangars Ausbildung zum KMI Practicioner ist es ihr ein besonderes Anliegen, die Yoga-Praktizierenden zu einer körperlich gut ausgerichteten und ihrer individuellen Anatomie entsprechenden Position und Bewegung zu führen. In ihrem Yoga-Unterricht verbindet sie ihr Wissen über Hands-on-Arbeit mit dem Modell der anatomischen Zuglinien nach Tom Myers. Die Betrachtungsweise auf die myofaszialen Verbindungen wurden von Tom Myers durch seine jahrzehntelangen Studien am menschlichen Körper entscheidend weiterentwickelt und geben eine wunderbare Möglichkeit das Muskel- und Faszien-System ganzheitlich zu erfassen.

Hands-on ist eine gängige Methode, um dem Yoga-Praktizierenden bei einer körperlich artikulierten Ausrichtung zu unterstützen. Dabei geht Katrin nicht davon aus, dass der Praktizierende in eine Position hinein gebogen, gezogen oder geschoben wird, sondern dass zwei intelligente Systeme miteinander in Kommunikation treten. Durch verbale Korrekturen sowie gezielte Berührungen kommt der Praktizierende in den Asanas zu mehr Weichheit, Ausrichtung, Bodenhaftung, innerem Raum, Verbindung, Leichtigkeit und Stabilität. Ziel ist die Innenwahrnehmung zu vergrößern, die körperlichen Möglichkeiten zu erweitern sowie die eigenen Grenzen zu erkennen und mit Respekt zu behandeln; ein integrierter Körper mit einem frei fließenden Atem!